Wirtschaftsrecht:

Kein Kündigungsrecht für freiberufliche AIR BERLIN-PILOTEN

31. Januar 2019

Die Erinnerung ist noch relativ frisch: Im August 2017 – mitten in den Sommerferien – meldet die damals zweitgrößte deutsche Airline Air Berlin Insolvenz an, nachdem der Mehrheitsgesellschafter Etihad die weitere finanzielle Unterstützung versagt. Mit Mitteln aus dem Bundeshaushalt hält sich Air Berlin noch bis Ende Oktober 2017 in der Luft – dann ist Schluss, zumindest was den Flugbetrieb der Gesellschaft angeht.

Nicht erledigt sind hingegen Fragen, die das Arbeitsrecht betreffen: Die Arbeitsgerichte beschäftigt die Insolvenz bis heute. So sind nach Presseberichten fast 2.000 Kündigungsschutzklagen gegen den Insolvenzverwalter erhoben worden, die im Wesentlichen darauf gestützt werden, dass ein Betriebsübergang bzw. ein teilweiser Betriebsübergang stattgefunden habe.

Die Klagen erreichen nun nach und nach mit den Landesarbeitsgerichten die höheren Instanzen. In einer Entscheidung vom 17. Oktober 2018 hatte das LAG Düsseldorf die Klage eines ehemaligen Air Berlin- Piloten in der Berufungsinstanz abgewiesen. Aktuell sind im Januar 2019 ähnliche Entscheidungen des LAG Berlin-Brandenburg ergangen.

 

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